persönliches - zitiertes

Da ich ein Freund des Pragmatismus bin, bin ich kein Freund
vieler Worte. Große Worte jedoch, die mit wenig Gerede
viel sagen, mag ich sehr. Auch bin ich ein großer Fan der Ironie, des Wortwitzes und der Wortspielerei. Hier habt ihr eine erlesene Auswahl an Zitaten, die ich im Laufe der Jahrzehnte aufgeschnappt und für gut befunden habe. Viel Spaß damit!

 
Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, und der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist.

James Branch Cabell

 
Worüber man nicht reden kann, darüber sollte man schweigen.

Ludwig Wittgenstein

Um dem Denken eine Grenze zu ziehen, müsste man beide Seiten dieser Grenze denken können. Wir müssten also denken können, was sich nicht denken lässt.

frei nach Ludwig Wittgenstein

Manche Worte wissen selbst nicht, was sie bedeuten.

Ludwig Wittgenstein

 
Man sollte Gott nicht nach dieser Welt beurteilen - es war nur
ein Versuch, der nicht gelungen ist; aber es muss ein Meister sein, der solche Schnitzer macht.

Vincent van Gogh

 
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines
anderen zu bedienen.
Faulheit und Feigheit sind die beiden Ursachen, warum ein Teil der Menschen gerne zeitlebens unmündig bleibt; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.
Es ist so bequem, unmündig zu sein.

Immanuel Kant

 
Die Sorgen, die sollte man nicht seinen Freunden erzählen, sondern seinen Feinden. Die freuen sich darüber.

Frank Sinatra

 
Wenn alle Stricke reißen, dann häng' ich mich auf!

Karl Kraus

Am schlimmsten sind die Leute, die gewaltig über den Wissensdurst getrunken haben.

Karl Kraus

 
Wenn´s dir im Kopf und Herzen schwirrt, was willst du bess´res haben! Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.

Johann Wolfgang von Goethe

Wär' nicht das Auge sonnenhaft, Die Sonne könnt es nie erblicken; Läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft, Wie könnt uns Göttliches entzücken?

Johann Wolfgang von Goethe

Der denkende Mensch irrt besonders, wenn er sich nach Ursache und Wirkung erkundigt: Sie beide zusammen machen das unteilbare Phänomen. Wer das zu erkennen weiß, ist auf dem rechten Wege zum Tun und zur Tat.

Johann Wolfgang von Goethe

"O glücklich, wer noch hoffen kann, aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen! Was man nicht weiß, das eben brauchte man, und was man weiß, kann man nicht brauchen."

Johann Wolfgang von Goethe, Faust 1

"Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!"

Johann Wolfgang von Goethe, Faust 1

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

Johann Wolfgang von Goethe

 
Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle unrecht haben.

Bertrand Russell

 
Jetzt weiß ich endlich was zeit ist, denn so sehr man auch trödelt, es wird nicht früher.

frei nach Günter Eich

 
Es ist sehr, sehr schwierig mit den Prognosen, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

frei nach Mark Twain

 
Das Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.

Christian Morgenstern

 
Das Ganze der Welt ist ein Rätsel, ein unerklärliches Mysterium. Zweifel, Ungewißheit, Enthaltung des Urteils sind das einzige Ergebnis, zu dem die schärfste und sorgsamste Untersuchung uns führen kann.

David Hume

 
Zu jedem komplexen Problem gibt es eine einfache und verständliche, aber falsche Lösung!

Ed Murphy's Gesetz

 
Einsamkeit ist die Belästigung durch sich selbst.

Werner Schneyder

 
In Wirklichkeit sind die Dinge ganz anders, als sie wirklich sind.

Stanislaw Jerzy Lec

 
Der Mensch, der nur des Lebens kleine Lampe zwischen
Dunkel und Dunkel kennt, will weiter in die Vergangenheit und Zukunft spähen, als seine kurze Lebensspanne es erlaubt.
Der Wunsch entspringt nicht nur rein intellektueller Neugierde;
er hat tiefere Wurzeln, und es liegt ihm ein persönliches Interesse zugrunde. Der Mensch will das Weltall in Raum und in der Zeit erforschen, weil er selbst ein Teil desselben und das Weltall ein Teil von ihm bildet.

James Hopwood Jeans, Astrophysiker

 
Man sollte mehr können als man macht und nicht mehr machen als man kann.

Bertolt Brecht

 
Eine Party ist eine Zusammenkunft von Leuten, die sich nichts zu sagen haben und das auch ausgiebig tun.

Bob Hope

 
Wenn in der tiefen Langeweile alle Geborgenheit zusammenbricht und das Seiende seine Unauffälligkeit, Vertrautheit und Verlässlichkeit preisgibt, dann entspringt die Frage, aus der
wir uns innerhalb der Philosophie nicht zu Antworten fortschleichen können, die Frage, in der uns in einer Art von Erschütterung, Verlegenheit und Bestürzung die rätselhafte Faktizität des Seienden aufgeht und die nicht der Anfang, sondern das Ende – weil die unüberschreitbare Grenze – der Philosophie bedeutet, nämlich die Frage: Warum ist überhaupt Seiendes?

aus der Buch "Das nackte Daß" von Franz Josef Wetz

 
Eigentlich bin ich ganz anders – ich komme nur nicht dazu.

Ödön von Horváth

 
Millionen Menschen wollen unsterblich sein, wissen aber nicht, was sie an einem verregneten Sonntagnachmittag mit sich anfangen sollen.

frei nach Susan Ertz

 
Es ist viel schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.

frei nach Albert Einstein

Als die Mathematiker sich über meine Relativitätstheorie hergemacht haben, hab' ich sie nicht mehr richtig verstanden.

frei nach Albert Einstein

 
Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum.

Marcus Aurelius

 
Wir sind alle Würmer, nur glaube ich, daß ich ein Glühwürmchen bin.

Winston Spencer Churchill

 
Geduld ist der Seele Schild.

Römische Redensart

 
Quantitativer Irrtum
so reich waren wir nie wie heute
so habgierig aber waren wir auch nie wie heute

so satt waren wir nie wie heute
so unersättlich aber waren wir auch nie wie heute

so weit gereist waren wir nie wie heute
so eng aber war für uns das Land nie wie heute

so vielwissend waren wir nie wie heute
so sehr die Übersicht verloren haben wir nie wie heute

so viel Licht hatten wir nie wie heute
so dunkel aber war es nie wie heute

so eng aufeinander haben die Menschen nie gelebt wie heute
so weit weg voneinander aber waren die Menschen nie wie heute

so hoch entwickelt waren wir nie wie heute
so sehr am Ende aber waren wir nie wie heute

Wilhelm Willms (1974)

 
„Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.“

Lao Tse

„Sag es mir – und ich werde es vergessen.
Zeige es mir – und ich werde mich daran erinnern
Beteilige mich – und ich werde es verstehen.“

Lao Tse

 
„Erst wenn der letzte Baum gefällt,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen,
werdet ihr erkennen,
dass man Geld nicht essen kann.“

Weissagung der Cree

 
„Wo kämen wir hin,
wenn alle sagen,
wo kämen wir hin,
und niemand ginge,
einmal zu schauen,
wohin man käme,
wenn man ginge.“

Kurt Marti

 
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die
Augen unsichtbar.

aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry

 
Die Zukunft hat viele Namen.
Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare.
Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte.
Für die Tapferen ist sie die Chance.

Victor Hugo

 
Wer etwas allen vorgedacht, wird jahrelang erst ausgelacht. Begreift man die Entdeckung endlich, nennt sie jeder selbstverständlich.

Whilhelm Jensen

 
Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.

Friedrich Hebbel

 
Wer sich über irgendetwas eine Minute lang ärgert, sollte bedenken, dass dadurch 60 Sekunden Fröhlichkeit verliert.

Robert Stolz

 
„Humor und Geduld sind die Kanäle, mit denen ich durch die Wüste komme.“

Phil Bosmans

 
„Vertrauen ist eine Oasie des Herzens, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird.“

Khalil Gibran

 
„Tue deinem Leib Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“

Teresa von Ávila

 
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

Francis Picabia

 
Das Leben ist ein Theaterstück ohne vorherige Theaterproben. Darum: singe, lache, tanze und liebe und lebe jeden einzelnen Augenblick Deines Lebens, bevor der Vorhang fällt und das Theaterstück ohne Applaus zu Ende geht.

Charlie Chaplin

 
Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter: Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.

Albert Schweitzer

 
Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht.

Caspar David Friedrich

 
Wir sind die Bewohner einer Unendlichkeit ohne Pforten,
aus der nichts verschwindet, in der sich alles zerstreut, aber nichts, wirklich gar nichts, verloren geht.

Quelle: unbekannt

Auf den Friedhöfen der Welt liegen viele Leute, die sich für unersetzlich hielten.

Quelle: unbekannt

Leben ist eine Erfahrung, die uns nur ungern sterben lässt.

Quelle: unbekannt

Treffen sich zwei Planeten …
fragt der Ältere den Jüngeren: "Wie geht´s denn so?"
Darauf der Jüngere: "Nicht so gut, ich habe Homo sapiens."
Sagt der Ältere: "Nicht so schlimm, das geht vorbei."

Witz, Quelle: unbekannt

Erich Kästner

Der Humor ist der Regenschirm der Weisen (...).

Erich Kästner

Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.

Erich Kästner

Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.

Erich Kästner

Erich Kästners Epigramme:

Das ist das Verhängnis
Das ist das Verhängnis
zwischen Empfängnis
und Leichenbegängnis
nichts als Bedrängnis.

Albumvers
Die Hühner fühlten sich plötzlich verpflichtet,
statt Eiern Apfeltörtchen zu legen.
Die Sache zerschlug sich. Und zwar weswegen?
Das Huhn ist auf Eier eingerichtet.
(So wurde schon manche Idee vernichtet.)

Was auch geschieht
Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken.

Für Stammbuch und Stammtisch
Freunde, nur Mut!
Lächelt und sprecht:
„Die Menschen sind gut,
bloß die Leute sind schlecht.“

Auch eine Auskunft
Ein Mann, von dem ich wissen wollte
warum die Menschen einander betrügen,
sprach:
"Wenn ich die Wahrheit sagen sollte,
müßt ich lügen."

Die kopflose Stecknadel
Köpfe abschlagen ist nicht sehr klug
Die Stecknadel, der man den Kopf abschlug
fand, der Kopf sei völlig entbehrlich
und war nun von vorn und von hinten gefährlich.

Fauler Zauber
Faulheit strengt an,
als stemme man Gewichte.

Der Sanftmütige
Ich mag nicht länger darüber schweigen,
weil Ihr es immer noch nicht wißt:
Es hat keinen Sinn, mir die Zähne zu zeigen.
Ich bin gar kein Dentist.

Sokrates zugeeignet
Es ist schon so: Die Fragen sind es,
aus denen das, was bleibt, entsteht.
Denkt an die Frage jenes Kindes:
„Was tut der Wind, wenn er nicht weht?“

Eine Feststellung
Wir haben’s schwer.
Denn wir wissen nur ungefähr,
woher,
jedoch die Frommen
wissen gar, wohin wir kommen!
Wer glaubt, weiß mehr.

Der schöpferische Irrtum
Irrtümer haben ihren Wert;
jedoch nur hie und da.
Nicht jeder, der nach Indien fährt,
entdeckt Amerika.

In Memoriam Memoriae
Die Erinn’rung ist eine mysteriöse
Macht und bildet die Menschen um.
Wer das, was schön war, vergißt, wird böse.
Wer das, was schlimm war, vergißt, wird dumm.

Damentoast im Obstgarten
Casanova sprach lächelnd zu seinen Gästen:
„Mit den Frauen ist es,
ich hoffe, ihr wißt es,
wie mit den Äpfeln rings an den Ästen.
Die schönsten schmecken nicht immer am besten.“

Conditio sine qua non
Seufzend schreibt ihr der Poet:
„Bist du heute guter Dinge?
Wenn ich wüßte , wie’s dir ginge,
wüßte ich, wie mir es geht.“

Gehupft wie gesprungen
Ob vom Kölner Dom, ob vom Zirkuszelt,
ob vom Dach einer Dampfwäscherei –
für den Arbeiter, der herunterfällt,
ist das völlig einerlei.

Zum neuen Jahr
„Wird’s besser? Wird’s schlimmer?“
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer
lebensgefährlich.

Mut zur Trauer
Sei traurig, wenn du traurig bist,
und steh nicht stets vor deiner Seele Posten!
Den Kopf, der dir ans Herz gewachsen ist,
wird’s schon nicht kosten.

Kopernikanische Charaktere gesucht
Wenn der Mensch aufrichtig bedächte:
daß sich die Erde atemlos dreht;
daß er die Tage, daß er die Nächte
auf einer tanzenden Kugel steht;
daß er die Hälfte des Lebens gar
mit dem Kopf nach unten im Weltall hängt,
indes sich der Globus, berechenbar,
in den ewigen Reigen der Sterne mengt, -
wenn das der Mensch von Herzen bedächte,
dann würd’ er so, wie Kästner werden möchte.

Mitleid mit Perspektive
oder Die Ansichten eines Baumes
Hier, wo ich stehe, sind wir Bäume,
die Straße und die Zwischenräume
so unvergleichlich groß und breit.
Mein Gott, mir tun die kleinen Bäume
am Ende der Allee entsetzlich leid!

Anonymer Grabstein
Obwohl man seine Taten staunend pries,
ist diese Inschrift keine Huldigung,
und wir verschweigen gnädig, wie er hieß.
Denn für das alles, was er unterließ,
gibt's keinerlei Entschuldigung.

Kalenderspruch
Vergiß in keinem Falle,
auch dann nicht, wenn vieles mißlingt:
Die Gescheiten werden nicht alle!
(So unwahrscheinlich das klingt.)

Präzision
Wer was zu sagen hat,
hat keine Eile.
Er läßt sich Zeit und sagt's
in einer Zeile.

Eine Mutfrage
Wer wagt es,
sich den donnernden Zügen entgegenzustellen?
Die kleinen Blumen
zwischen den Eisenbahnschwellen!

Trotz allem
Ein Elefant im Porzellangeschäfte
nimmt sich trotz allem doch noch besser aus
als eine alte Meißner Tasse
im Elefantenhaus.