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Spastiker auf urlaub

Aktuelles:
Neue Ausstellung:
26.6. - 3.8.2012
in der KULTschule in Lichtenberg
--> siehe hier

3 neue Kurzgeschichten unter "kurioses"

Im April 2011 ging ich mit dieser Seite ins Netz. Seitdem haben bis zum 4.1.2012 laut Statistik 1337 Besucher den Weg hierher gefunden. Vier neue und ziemlich erfolgreiche Fotoausstellungen habe ich veranstaltet, und drei weitere sind für dieses Jahr schon in Planung. Viele Leute haben meine Fotos gelobt, sogar solche, die - anders als ich - etwas von Fotografie und Kunst verstehen. Und meine Kurzgeschichten unter "kurioses" kommen auch immer sehr gut an. Das alles lässt mich vermuten, dass ich meine Sache recht gut gemacht habe. Und so werde ich auch in diesem Jahr wieder ungewöhnliche Perspektiven in Bild und Text für euch einfangen.
Wie immer viel Spaß mit den Inhalten meiner Seite. Bitte empfehlt diese Webseite weiter, an wen immer ihr wollt!

P.S.
Aus gegebenen Anlass möchte ich noch ein Paar Argumente gegen diesen ganzen Weltuntergangsquatsch zum Besten geben. Seit einigen Jahren kursieren im weltweiten Netz Gerüchte, dass die Welt in Kürze untergehen wird. Am 21.12.2012 soll es mal wieder soweit sein. Das behaupten zumindest einige Herrschaften, die vermutlich ein kleines Aufmerksamkeitsdefizit-Problem haben, und begründen dies mit der absurden Aussage, dass an diesem Tag der Maya-Kalender endet. Ja und? Was macht das? Bleiben dann plötzlich alle Uhren stehen und die Zeit hört augenblicklich auf zu vergehen, oder was? Um den Hauch eines Scheines von Glaubwürdigkeit vorzugaukeln, kommen diese Herrschaften fast immer mit pseudowissenschaftlichen Gründen für den Untergang der Welt. Oft sind es irgendwelche Planetenkonstellationen, die dafür sorgen sollen, dass die Sonne dann besonders heftig ausbricht und die Erde verschlingt. Auch schön ist die Theorie, dass in diesem Jahr stark erhöhte Neutrinoemissionen von der Sonne auf die Erde treffen werden, um hier ihre verheerende Wirkung zu entfalten sollen. Das ganze wäre ja einigermaßen amüsant und unterhaltsam, gäbe es nicht immer wieder gutgläubige Menschen, die diesen Unsinn glauben und dann völlig besorgt sind.
Ich kann nur allen raten: Bitte glaubt doch nicht alles, was im Fernsehen gezeigt wird oder in Büchern, Zeitungen und im Internet geschrieben steht.. Ich bin mir ganz sicher, dass auch dieser vorhergesagte Weltuntergang, wie so viele vor ihm, sang- und klanglos untergehen wird und die Erde auch nach dem 21.12.2012 noch für mindestens 4,5 Milliarden Jahre ein Paradies für Leben im Universum bleiben wird. Hier sind meine beiden Argumente für eine Vertagung des endgültigen Endes der Menschheit auf unbestimmte Zeit:
1. Was mir bei der ganzen Aufregung um das Ende des Maya-Kalenders einfach nicht einleuchten will: Weshalb soll der Kalender einer einzigen Gruppe von Menschen das Schicksal von allen vorhersagen können? Es gibt noch viele weitere Kalender mit den unterschiedlichsten Zeitrechnungen. Zumal die Maya ja schon seit über Tausend Jahren nicht mehr unter uns weilen. Noch gravierender ist aber die Tatsache, dass es in den Schriften der Maya keinen Zusammenhang zwischen der Apokalypse und ihrem Kalender zu finden gibt. Der Maya-Kalender endet auch gar nicht an diesem Tag, wie einige Leute es behaupten.. Er ist auf 3 unterschiedlich lange Kreisläufe oder Zyklen aufgebaut, die wie Zahnräder ineinander laufen. Und der längste, dieser Zyklen, wird dieses Jahr vollendet, was aber nicht bedeutet, dass alles endet, sondern vielmehr dass alles von vorn beginnt. So gesehen könnte das Ganze auch Anlass zur Hoffnung geben. Denn meines Erachtens hat die Menschheit einen Neuanfang dringend nötig. Vielleicht könnte sie so aus dem Schatten ihrer stürmischen Vergangenheit heraustreten und endlich erwachsen werden.

2. Jetzt wird es etwas wissenschaftlich. Aber keine Bange! Ich bin bei euch. Soviel vorweg. Die folgenden Fakten sind nur einige von unzähligen Indizien dafür, wie unglaublich fein in der Natur alles aufeinander abgestimmt ist. Damit möchte ich zeigen, was für ein durchweg lebensbejahendes Umfeld die Erde für uns darstellt. Die größte Gefahr für uns Menschen kommt nicht aus den Tiefen des Alls, sondern eher aus den eigenen Reihen. Wer Fragen zu diesem Text hat, kann sie gerne per E-Mail an mich stellen.

Das Universum hat schon kurz nach seiner Entstehung damit begonnen, aus Wasserstoff und Helium - den beiden ersten Elementen - mit Hilfe der Schwerkraft Sterne zu gebären. Die allerersten von ihnen waren wahre Giganten, Hundert bis Tausend Mal schwerer als unser Stern. Im Inneren der Sterne wurden durch die Verschmelzung von Atomkernen die schwereren Elemente erzeugt, aus denen alles besteht, was wir kennen und auch wir selbst. Das heißt, wir sind im wahrsten Sinne des Wortes Kinder der Sterne. Und am Ende ihres Lebens gaben sie in gewaltigen Explosionen diese erbrüteten Elemente wieder an das Universum zurück. Dieser gewaltige Kreislauf des Werdens und Vergehens von Sternen wiederholte sich unzählige Male und reicherte das Weltall mit all den Elementen an, die wir heute kennen. So geschah es, dass 9,2 Milliarden Jahre nach der Entstehung des Universums in einer nicht weiter bemerkenswerten Galaxie mit 100 Milliarden Sternen ein neuer Stern das Licht der Welt erblickte. Er war zunächst einmal auch nichts Besonderes in diesem Meer aus funkelnden Lichtern. Um ihn herum versammelte sich eine Gas- und Staubscheibe mit sehr vielen schweren Elementen aus früheren Sternenexplosionen. Daraus entstanden in relativ kurzer Zeit seine 9 Begleiter. Diesen Stern werden die Bewohner des 3. Planeten dieses Systems 4,5 Milliarden Jahre später im Übrigen "Sonne" nennen. Der Planet, den wir heute liebevoll als "Mutter Erde" bezeichnen, hatte ungeheures Glück. Nicht nur, dass er mit ein paar Brocken zusammenstieß, die Wasser mit sich führten, das für die Entstehung von Leben unerlässlich ist. Die Erde hatte sich auch einen Begleiter geangelt, der im Verhältnis ziemlich groß ist. Seine Größe und damit die Kraft, die er auf die Erde ausübt sind entscheidend für die Entwicklung von Leben auf unserem Planeten. Der Mond hatte zum einen die Drehachse der Erde stabilisiert. Das sorgt für ein angenehmes Klima auf unserem Globus. Des weiteren bremste er ihre Drehgeschwindigkeit ab. Ohne den Mond hätte ein Tag auf der Erde heute nur 10 und nicht 24 Stunden. Hinzu kommt, dass die Erde genau im richtigen Abstand zu ihrem Zentralgestirn, der Sonne entstand, nämlich in der sogenannten Habitablen Zone. Das ist der Bereich um einen Stern, in dem das Wasser auf einem Planeten, der ihn umkreist, weder gefriert, noch verdampft und somit Leben auf diesem Planeten zumindest möglich ist. Außerdem hat unsere Erde einen sehr mächtigen Beschützer an die Seite gestellt bekommen. Der Planet Jupiter, immerhin mehr als 300 Mal so schwer wie die Erde, lenkt beziehungsweise fängt viele herumfliegenden Gesteinsbrocken ab, die der Erde gefährlich werden können. Und auch unsere kosmische Nachbarschaft scheint uns sehr wohlgesonnen zu sein. Denn obschon unsere Sonne nur einer von unzähligen Sternen dieser Art ist, hat er einen entscheidenden Vorteil gegenüber vieler seiner Artgenossen. Die Sonne suchte sich gewissermaßen ein ruhiges Plätzchen, um etwa 10 Milliarden Jahre besonnen zu strahlen. Es deutet alles darauf hin, dass seit der Entstehung des Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren keine kosmischen Katastrophen in unser Nähe passiert sind, die eine Gefahr für das Leben auf der Erde dargestellt haben. Weder ist eine Supernova innerhalb eines bedenklichen Radius explodiert, noch ist ein anderer Stern dem Sonnensystem zu nah gekommen und hat die Planeten aus ihren Bahnen geworfen. Und es gibt auch nicht das allergeringste Anzeichen dafür, dass es in absehbarer Zeit zu irgendeiner Störung dieser himmlischen Ruhe kommt.
Worauf will ich mit all den Fakten hinaus. Nun, es spricht wirklich alles dafür, dass sich das Universum seit seiner Entstehung vor 13,7 Milliarden Jahren große Mühe gegeben hat, für das Leben auf unserem kleinen blaugrünen Planeten die besten Vorraussetzungen zu schaffen, hier in Ruhe zu gedeihen und sich zu entfalten. Und auch im Sonnensystem, das wie gesagt 4,5 Milliarden Jahre auf dem Buckel hat, ist nicht viel passiert, was sich verheerend auf das Leben hätte auswirken können - von dem Einschlag vor 65 Millionen Jahren einmal abgesehen. Während dieser ganzen Zeit gab es alle möglichen Planetenkonstellationen und nie ist die Welt untergegangen.
Da fällt mir dieses wunderbare Zitat aus Goethes Faust ein: "Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!"
Die Natur will uns nicht an den Kragen. Sie wird letzten Endes nicht für das Ende der Menschheit verantwortlich sein. Wir haben uns die Suppe selbst eingebrockt und wir müssen sie auch wieder auslöffeln. Es wird höchste Zeit, daß die Spezies Mensch die Verantwortung für ihr Überleben, ihre Zukunft und für ihren Planeten selbst übernimmt, und zwar im globalen Ausmaß. Oder: Wie Professor Harald Lesch es mal in einer Folge "Abenteuer Forschung" so treffend formulierte: "Die Erde ist das Paradies, aus dem uns niemand vertreibt, außer wir selbst uns. In diesem Sinne: Bleiben Sie Mensch!"

Ich wünsche euch allen ein schönes, gesundes und glückliches Jahr 2012 und noch viele weitere Jahre auf dieser wunderschönen Welt.

Sven Kocar - 2012